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postheadericon Flachdach und Dachbegrünung

Die moderne Architektur ist schon seit langem etwas vom normalen Giebeldach abgerückt und immer öfter werden Häuser mit Flachdach gebaut. Bei Anbaugaragen ist dies sowieso der Standard. Auch hier sind die Zeiten des unansehlichen Daches auf dem ein paar Kieselsteine in verschiedenen Größen vor sich hinmodern endlich vorbei. Der Trend geht eindeutig zum Flachdach mit Dachbegrünung. Eine gut geplante und durchdachte Dachbegrünung sieht nicht nur schün aus, mit Ihr kommen auch weitere Vorteile zum Tragen.

Vorteile einer Dachbegrünung

Dachbegrünung

Dachbegrünung auf einem Flachdach

Eine Dachbegrünung erhöht die Lebensdauer Ihres Daches. So kann durch die zusätzliche Schicht kein UV-Licht dringen und Dachdichtungen beschädigen. Des Weiteren schützt sie natürlich auch bei witterungsbedingten Beschädigungen. Als Beispiel sei hier ein straker Hagelschauer genannt.

Das grüne Dach dient natürlich auch als zusätzliche Wärmedämmung. Da die meiste Energie eines Hauses durch das Dach verloren geht hilft diese zusätzliche Schicht beim Energiesparen und reduziert somit naürlich auch die Heizkosten. Aber auch im Sommer hilft eine Dachbegrünung die Hitzeentwicklung im Haus durch direkte Sonneneinstrahlung zu reduzieren.

Die Dachbegrünung dient auch als Wasserrückhalt. Somit werden Niederschlgsabfluss-Spitzen vermieden, welches Umwelt und Kanalisation weniger belastet da zum einen das Regenwasser gespeichert wird und ein Großteil verdunstet, aber auch der Abfluss in die Kanalisation verzögert wird. Immer mehr Länder und Gemeinden erkennen eine Dachbegrünung als  Entsiegelungsmaßnahme an, was zu einer Reduzierung der Abwassergebühr führen kann. Fragen Sie einfach unverbindlich in Ihrer zuständigen Gemeinde nach.

Ein grünes Dach bindet zudem Staub und filtert Schadstoffe aus der Luft und Niederschlagswasser und hilft dabei die durch den Bau verlorengegangenen Grünflächen wenigstens teilweise zu ersetzen.

Natürlich leistet die Dachbegrünung auch einen erheblichen Beitrag zum Schallschutz was besonders in verkehrsreichen Gebieten oder in der Nähe von Flughäfen besonders vorteilhaft ist.

Was ist bei einer Dachbegrünung zu beachten

Als erstes muss man feststellen lassen ob das Dach und dessen Statik für die zusätzliche Last der Dachbegrünung geeignet ist. Was bei einem Neubau einfach in die Planungsphase zu integrieren ist kann bei einer Sanierung oder einem Umbau oftmals nur durch Fachfirmen besziehungsweise erfahrenen Statikern und Architketen berechnet werden, welche sich mit den Richtlinien der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL) auskennen und die Dachbegrünung gemäß diesen Richtlinien planen.

Neben der Flächenlast ist der Wurzelschutz der nächste wichtige Aspekt, der bei der Dachbegrünung bedacht werden muß. Ein grünes Dach sollte vollständig mit Wurzelschutzbahnen überzogen sein, selbst an Stellen an denen sich keine unmittelbare Bepflanzung befindet. Ansonsten können sich dort sehr schnell Samen von den benachbarten Pflanzen ansetzen, keimen und somit zu eventuellen Schäden des ungeschützten Daches führen.

Für den Brandschutz gibt es meistens spezielle Auflagen für begrünte Dächer. Da die Brandschutzvorschriften Länderangelegenheit sind variieren diese etwas, so daß sie die geltenden Vorschriften bei Ihren zuständigen Behörden erfahren können.

Eine Dachbegrünung ist bei Flachdächern und Dächern bis zu einem Neigungswinkel vom 30o meistens relativ problemlos anzulegen wenn dies die Statik zuläßt. Fachfirmen arbeiten mit Spezialsystemen, so daß selbst auf Steildächern mit mehr als 45o Dachwinkel eine Begrünung möglich ist. Für die Planung muss dennoch ein Architekt konsultiert werden um alle Richtlinien einzuhalten, aber auch um die oben genannten Vorteile vollends auszuschöpfen.